Was tun, wenn der Käufer nicht zahlt?

Ein unterschriebener Vertrag verspricht eigentlich ein angenehmes Ende des Verkaufs. Leider treten oft selbst nach der Unterschrift einige Komplikationen auf. Wenn der Käufer nicht zahlt, bekommt man schnell Kopfschmerzen. Doch hier muss man knallhart sein. Geschäfte bieten keinen Platz für Sympathie.

Foto: Dennis Skley
Foto: Dennis Skley

Der Notarvertrag hält alles schriftlich fest. Auch die Zahlungsfristen für den Käufer. Wer bei den Verhandlungen zu sehr auf die Kunden eingeht, wird im Nachhinein oft Probleme haben.

Als Verkäufer hat man natürlich Verständnis für schwierige Verhältnisse. Ein Ehepaar, das nur von ihrer Rente lebt oder eine junge Familie mit Kind möchte man unter keinen Umständen in den finanziellen Ruin treiben. Allerdings ist jeder Käufer für seine Entscheidungen selber verantwortlich.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Wenn die Bezahlung zu lange aussteht, muss man seine Entscheidungen auf die besten Optionen konzentrieren. Manchmal heißt das, neue Kunden in Betracht zu ziehen.

Der Käufer muss fähig sein, den finanziellen Aufwand zu tragen. Ohne solide Kreditwürdigkeit wird hier keiner glücklich. Es geht um viel Geld, dass mit einer verzögerten Bezahlung immer weniger wird. Zeit ist nun mal Geld.

Bei mündlichen Verhandlungen lassen sich unerfahrene Verkäufer schnell bequatschen. Wenn Käufer Versprechungen machen, sollte man sich nie nur auf das Wort verlassen. Es geht um eine geschäftliche Transaktion, die nur mit schriftlichen Dokumenten eine ordentliche Substanz hat.

Das bedeutet: hart bleiben bis zur endgültigen Bestätigung der Zahlung. Erst wenn das Geld tatsächlich eingetroffen ist, wird der Schlüssel übergeben, nicht vorher. Der Käufer kann alles mit dem Haus machen sobald er seinen Teil der Vereinbarung einhält.

Wer eine skrupellose Herangehensweise scheut, der sollte die Verantwortung komplett an einen Makler abgeben. Dieser weiß genau, was im schlimmste Fall passieren kann. Nicht zu selten stellt sich im Nachhinein eine Zahlungsunfähigkeit des Käufers heraus. Die Kosten für einen Gerichtsbeschluss muss man als Verkäufer dann selber tragen. Lieber auf Nummer Sicher gehen und den Ausgang des Verkaufs nicht dem Glück überlassen.

Es hört sich an, als müsste man als Verkäufer hartherzig und gemein sein. Allerdings ist das nur der Fall, wenn offensichtliche Schritte des Käufers nicht eingehalten werden. Es ist ganz normal, dass man erst bezahlt und dann die Ware erhält.

Die Bürokratie braucht seine Zeit

Es kann dauern, bis man sein Geld bekommt. Der ganze Prozess ist durch sehr viele kleine Aktionen definiert. Von der Unterschrift bis zur Schlüsselübergabe ist es ein langer Weg. Der Notar überwacht jeden Schritt und stellt sicher, dass die Verteilung von dem Besitz gerecht abläuft.

Der Termin für die Überweisung steht meistens im Vertrag. Der wird oft nach mehreren Kriterien definiert.

Nach der Unterschrift muss der Grundbucheintrag erneuert werden. Damit sollten auch alle nötigen Genehmigungen eingehen die es braucht, um eine rechtliche Grundlage zu schaffen. Die Immobilie muss schuldenfrei sein. Das kann oft eine Weile dauern, da mehrere Banken und Kredite gekündigt werden müssen. Oft bedeutet das eine Menge Papierkram.

Wenn das Haus geräumt und fertig für den Einzug ist, sollte auch bezahlt werden. Durch die Begleitung eines Notars ist man hier immer auf der sicheren Seite. Er achtet auf eine korrekte Durchführung der Zahlungsvorgänge und betreut beide Parteien gleichermaßen.