Welche Unterlagen erfordert ein Hausverkauf?

Damit der Verkauf einer Immobilie ins Rollen kommt, muss man sich auf eine Menge Papierkram einstellen. Alles muss beglaubigt und geprüft sein, um für den Kunden ein souveränes Bild zu erzeugen. Wenn das Gesamtpaket stimmt, reicht am Ende eine einzige Unterschrift aus, um den Kauf abzuwickeln.

Foto: Dennis Skley
Foto: Dennis Skley

Gebrauchte Immobilien versprechen oft mehr als sie halten. Unsichtbare Schäden lassen den Käufer über den wahren Wert der Immobilie im Dunkeln. Schimmel und Feuchtigkeit sind die am häufigsten beklagten Mängel in älteren Grundstücken. Der Traum von der günstigen Immobilie ist geplatzt, sobald der Rost die ersten Rohre gefressen hat und das Wasser im Keller den Boden bedeckt.

Als Käufer kann man nie 100 Prozent sicher sein, welche Kosten in der Zukunft auf einen zukommen. Deshalb rechnet man es Immobilienangeboten hoch an, wenn mit Papieren und Unterlagen der Zustand des Hauses verifiziert wird.

Der Verkaufswert lässt sich viel besser begründen, wenn man offizielle Dokumente vorlegt. Nur unerfahren Käufer lassen sich ohne Beweise von der Qualität der Immobilie überzeugen. Das bedeutet, dass man als Verkäufer so viel wie möglich beglaubigen und prüfen lassen sollte. Nur wenn es schwarz auf weiß steht, hat es Substanz.

So bereitet man sich vor

Das Haus hat eine bestimme Anzahl von Quadratmetern und Zimmern. Mit einem Grundriss kann man diese genau nachvollziehen. Hinzu kommen Pläne vom Bau und Werk. Das meiste sollte das Bauamt in den Archiven haben. Sollte das nicht der Fall sein, sollte erforderliches von Architekten nachgezeichnet werden.

Auf den Plänen sollten genaue Berechnungen über die Nutz- und Wohnfläche stehen. Rechenfehler lassen das Angebot unprofessionell wirken, mathematischen Angelegenheiten sollten also sehr ernst genommen werden.

Alle Änderungen des Grundstücks müssen ebenso auf Papier festgehalten werden. Wurde das Haus mit einem Anbau erweitert oder der Garten vergrößert? Inwiefern rechtfertigt das einen höheren Preis? Käufer wollen jedes Detail verstehen, bevor sie bezahlen.

Auch bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten müssen alle Kosten exakt belegt werden. Was musste repariert werden und wie viel hat es gekostet? Rechnungen von Handwerkern bieten eine gute Grundlage.

Den Energieausweis nicht vergessen!

Jeder muss ihn haben. Sobald ein Objekt verkauft oder vermietet werden soll, ist der Besitzer in der Pflicht einen solchen Ausweis zu besitzen. Nur Immobilien die denkmalgeschützt sind und als Eigenbedarf gelten, sind davon befreit.

Die Politik hat die Auflagen sogar noch verschärft. Seit 2014 sind neue Kriterien hinzu gekommen, die den Verkäufern das Leben schwerer machen. Allerdings ist man als Verkäufer einer Immobilie ohnehin meistens im Besitz von einem Energieausweis. Der wird nur zum Problem, wenn man ihn nicht hat.

Bei allen Dokumenten kommt es auf die rechtliche Grundlage an. Sie müssen vor Gericht stand halten und der Wahrheit entsprechen. Bei Verhandlung bilden sie die Basis für den verlangten Preis.

Das Erstellen all dieser Unterlagen erfordert einen hohen Zeitaufwand, der oft mit finanziellen Kosten verbunden ist. Es lohnt aber, in der Vorbereitung zu investieren. Seine Kosten kann man auf den Verkaufspreis aufschlagen und man erspart sich eine Menge Zeit und Energie in den Verhandlungen.

Wer Papiere nachreichen muss und ein unvollständiges Angebot erstellt, wirkt sehr unseriös. Im Immobilienmarkt geht man nicht blauäugig in den Verkauf, denn die Käufer wissen oft besser Bescheid als die Verkäufer.