Wann kann man Käufer zur Besichtigung einladen?

Ein Haus zu verkaufen, ist nicht einfach. Viele begehen gerade bei der Besichtigung vermeidbare Fehler. Wenn man seine Immobilie in dem besten Licht präsentieren möchte, gibt es einiges zu beachten. Mit ein paar einfachen Kniffen kann man die Attraktivität des Hauses deutlich steigern.

Foto: klm Architekten - Hochbau und Interior
Foto: klm Architekten – Hochbau und Interior

Hat man die ersten potentiellen Kunden selektiert, stehen erste Besichtigungstermine an. Eigentümer wissen oft nicht was Käufer wirklich wollen, deshalb ist die Hilfe eines Profis sehr ratsam. Diese haben Erfahrungen mit speziellen Vorstellungen der Kunden und gehen darauf gekonnt ein. Außerdem wird eine professionelle Führung mehr geschätzt als eine persönliche.

Inszenieren soviel es geht

Die Gesetze des Marketings greifen auch hier. Kunden lassen sich von Gefühlen beeinflussen. Eine schöne Inszenierung der Immobilie ist daher Pflicht. Mit einem tollen ersten Eindruck hat man bereits die halbe Miete.

Manche Kunden besuchen Immobilien zuvor privat, und basieren ihr Interesse dann auf den Eindruck den sie gewinnen konnten. Bereits das Äußere des Hauses muss einladend wirken. Der Garten, die Zufahrt und Fassade sollte dazu animieren, das Innere sehen zu wollen.

Das Haus muss für Kunden so groß wie möglich wirken. Platz ist ein entscheidender Faktor, wenn es um eine endgültige Entscheidung geht. Deswegen sollten alle Räume leer, hell und groß erscheinen. So können sich Käufer jedes Szenario kreativ vorstellen.

Ein anderer Faktor ist die Sauberkeit. Gewischte Böden und geputzte Fenster lassen das Haus reiner wirken. So entwickelt sich ein besseres Gesamtbild.

Kleine, auffällige Mängel lassen auf eine schlechte Betreuung der Immobilien in der Vergangenheit schließen. Wer seine Türen nicht repariert, hat bestimmt seine Wasserleitungen nicht geprüft – so denken viele Käufer. Bei Besichtigungen sollten dem Kunden deshalb keine sichtbaren Schäden auffallen.

Die Besichtigungen sollten immer bei Tageslicht stattfinden. Gibt man sich Mühe bei der Präsentation der Zimmer, zahlt es sich meistens auch aus. Gerade bei viel Licht wirken leere und frisch-gestrichene Räume besonders gut.

Kunden müssen sich ihr eigenes Heim in der Immobilie vorstellen können. Private Gegenstände haben demnach bei einer Besichtigung nichts zu suchen. Gerade im Bad oder Küche sollte darauf geachtet werden, ein möglichst neutrales Bild zu erzeugen.

Es ist Zeit für die ersten Besichtigungen

Das Haus ist frei zum Kauf und gehört praktisch dem Nächsten, der es haben will. Persönlich Gefühle und Erinnerungen sollten bei Besichtigungen fern bleiben. Käufer wollen sich ihre Zukunft vorstellen können, und nicht alte Geschichten hören. Lässt man das Meiste von einem Makler erledigen, sollte man sich sowieso zurückhalten. Dieser vermittelt einen professionellen Eindruck mit Hilfe jahrelanger Erfahrung und Expertise.

Professionell sein bedeutet auch die Wahrheit zu sprechen. Auch unangenehme Themen sollten offen angesprochen werden. Mit ruhigem Gemüt und positiver Ausstrahlung kann man über alles mit den Käufern reden.

Wenn der Kunde mehr Sicherheiten braucht, sollten die ohne zu zögern gewährt werden. Gutachter werden von dem Käufer bezahlt und angeheuert – sie bieten eine zweite, professionelle Meinung. Als Verkäufer kann man in jeder Hinsicht davon profitieren. Wenn unbekannte Mängel vorhanden sind, werden diese kostenlos von ihm aufgezeigt und alles wichtige, dass in gutem Zustand ist, wird nochmals betont.

Am Ende einer Besichtigung heißt es: cool bleiben. Man neigt schnell dazu, sich über eine positive Begegnung zu freuen. Wer nicht enttäuscht werden möchte, verschwendet seine Zeit aber besser nicht mit höflichen Gesten. Erst mit einer Unterschrift ist der Deal komplett und man kann endlich Aufatmen.